Sexueller Missbrauch – Schützen Sie Ihre Kinder.

Sowohl Mädchen als auch Jungen werden oft Opfer sexueller Gewalt. Kinder und Jugendliche mit Behinderungen haben ein deutlich höheres Risiko, sexuellen Missbrauch zu erleben. Oft bleiben die Taten lange unentdeckt: Nur wenige Betroffene schaffen es, über das Erlebte zu sprechen. Viele schweigen – oft aus Scham oder aus Angst, ihre Familie zu belasten. Sexueller Missbrauch oder sexuelle Gewalt an Kindern ist jede sexuelle Handlung, die an oder vor Mädchen und Jungen gegen deren Willen vorgenommen wird oder sich aufgrund körperlicher, seelischer, geistiger oder sprachlicher Unterlegenheit nicht dagegen wehren können. Der Täter oder die Täterin nutzt dabei seine /ihre Macht- und Autoritätsposition aus, um eigene Bedürfnisse auf Kosten des Kindes zu befriedigen. Kinder können den sexuellen Missbrauch nicht beenden, sie brauchen Hilfe von Erwachsenen. Aber in einer solchen Situation sind auch Erwachsene sehr oft überfordert. Das Verhalten von Mädchen und Jungen, die sexuellen Missbrauch erfahren haben, ist alters- und persönlichkeitsbedingt sehr verschieden. Spezifische Anzeichen oder körperliche Symptome, die auf einen sexuellen Missbrauch hindeuten gibt es meist nicht. Einige Kinder machen sehr oft Andeutungen. Häufig werden ihre Hinweise jedoch nicht richtig verstanden, weil Kindern die richtigen Worte für das Geschehene fehlen. Vom ersten Verdacht, zur Anzeige bei der Polizei, bis zum Strafverfahren, können sich Erwachsene Unterstützung holen.

Das Entscheidende ist jedoch in jedem Fall: H a n d e l n. Sehr wichtig sind auch folgende Kernbotschaften:

  1. Schützen Sie Kinder durch Ihr Wissen: Informieren Sie sich über Fakten und Risiken – Unkenntnis begünstigt Missbrauch.
  2. Schützen Sie Kinder durch Ihre Offenheit: Machen Sie Missbrauch nicht zum Tabuthema – damit helfen Sie Opfern, sich jemanden anzuvertrauen.
  3. Schützen Sie Kinder durch Ihre Aufmerksamkeit: Oft gibt es Signale für den Missbrauch – seien Sie aufmerksam.
  4. Schützen Sie Kinder durch Ihr Vertrauen: Vertrauen Sie den Aussagen von Kindern – Kinder erfinden selten eine an ihnen begangene Straftat.
  5. Schützen Sie Kinder durch Ihr Handeln: Kümmern Sie sich um betroffene  Kinder, holen Sie sich Hilfe und erstatten Sie Anzeige.

Kinder und Jugendliche erfinden keinen Missbrauch. Wer sexuelle Gewalt vermutet, sollte daher seinem Verdacht nachgehen. Beratungsstellen, die auf Missbrauch spezialisiert sind, helfen Betroffenen, ihren Familien und ihrem sozialen Umfeld weiter. Hilfe und Unterstützung für Eltern betroffener Kinder gibt es z.B. auch beim Opfer-Telefon des WEISSEN RING e.V. unter  116 006.

Weitere Informationen erhalten Sie auch auf unseren Veranstaltungen, sowie hier auf unserer Homepage: www.buergerfuersicherheit-roedermark.de. und auf Facebook:   Bürger für Sicherheit in Rödermark

Das könnte Dich auch interessieren...