Häusliche Gewalt

Unter häuslicher Gewalt wird das Ausüben körperlicher, sexueller, psychischer und finanzieller Gewalt in bestehenden oder ehemaligen Intimbeziehungen verstanden, unabhängig von der sexuellen Orientierung und unabhängig davon, ob die Beteiligten zusammen leben oder zusammen gelebt haben Opfer sind vorrangig Frauen und Kinder, von Gewalt im sozialen Nahraum spricht man, wenn Täter und Opfer eine enge soziale Beziehung haben (Eltern und erwachsende Kinder, Pflegebedürftige im Haushalt etc.) Häusliche Gewalt kann „sozial weitervererbt“ werden. Dies bedeutet , dass Kinder, die in Familien aufwachsen, in denen häusliche Gewalt auftritt, Gefahr laufen, die zu Hause gelernten Opfer- und Täterrollen später in ihren eigenen Paarbeziehungen zu wiederholen. Die Verhütung und Verfolgung von häuslicher Gewalt und Gewalt im sozialen Nahraum ist keine Privatangelegenheit, sondern Anliegen und Aufgabe des Staates  und seiner Institutionen . Diese Gewalt verdient gesellschaftliche Ächtung.

Unsere Tipps:

Was können Opfer tun?

  1. Anzeige bei der Polizei erstatten. Dort werden alle Maßnahmen für den Schutz des Opfers in die Wege geleitet. Außerdem werden die Erreichbarkeiten einer Beratungsstelle für Opfer häuslicher Gewalt oder einer anderen Opferhilfeeinrichtung genannt.
  2. Einzelheiten der Vorfälle notieren.
  3. Einen Arzt aufsuchen und ihm den Verursacher der Verletzungen nennen.
  4. Verletzungen fotografieren lassen.
  5. Opfer sollten sich Freunden und Verwandten offenbaren, von denen Sie Hilfe und Unterstützung erwarten können.
  6. Auch ohne Einschaltung der Polizei können Sie eine Beratungsstelle für Opfer häuslicher Gewalt aufsuchen.

Was können Zeugen tun?

  1. Bei Hilferufen aus einer Wohnung die Polizei informieren.
  2. Nicht wegschauen, sondern aktiv werden: Dem Opfer einer gewalttätigen Beziehung Gesprächsbereitschaft zeigen und Hilfe anbieten, z.B. das Opfer zu einer Beratungsstelle für Opfer häuslicher Gewalt begleiten.
  3. Wer eingreift, kann die Fortsetzung der Gewaltspirale unterbrechen helfen.

Weitere Informationen und Ratschläge gibt es bei den örtlichen Beratungsstellen (wie Caritas, pro Familia, Frauen- oder Konfliktberatungsstellen) sowie den Opferschutzbeauftragten der Polizei.

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