Cybermobbing

Cybermobbing ist eine Sonderform des Mobbings. Cybermobbing weist im Grunde die gleichen Tatumstände auf, es bedient sich lediglich anderer Methoden. Die Täter(innen) nutzen Internet-und Mobiltelefondienste zum Bloßstellen und Schikanieren ihrer Opfer. Hierzu zählen im Internet E-Mail, Online-Communities, Mikrobloggs, Chats (Chatrooms, Instant Messenger), Diskussionsforen, Gästebücher und Boards, Video- und Fotoplattformen, Websites und andere Anwendungen. Mobiltelefone werden für Mobbingaktivitäten genutzt um die Opfer mit Anrufen, SMS, MMS oder E-Mails zu tyrannisieren. Die multimediale Ausstattung der Mobiltelefone mit Foto- und Videokamera, Sprachaufzeichnungsmöglichkeiten und Internetzugang gibt jungen Menschen im Kontext des Mobbings leicht nutzbare Technologien an die Hand. Beim Cybermobbing können die Täter(innen) rund um die Uhr aktiv sein, das heißt, ihre Aktivitäten erfordern keinen direkten Kontakt zum Opfer. Die Täter(innen) finden im Internet zudem ein großes Publikum: Tausende Menschen können die Taten verfolgen, sie kommentieren oder unterstützen.

Was tut man wenn man im Internet gemobbt wird:

  1. Beleidigende oder sogar bedrohliche E-Mails dürfen nicht toleriert werden. Kinder und Jugendliche sollten aber nicht direkt auf solche E-Mails oder SMS  antworten, sondern Eltern und andere Vertrauenspersonen einbeziehen.
  2. Vertrauen Sie sich Freunden oder Eltern an. Bei Schülern sollte auch die Schule informiert werden.
  3. Bewahren Sie Beweismaterial auf. Speichern Sie die verbreiteten Bilder und beleidigende E-Mails und SMS.
  4. Wenden Sie sich in schwerwiegenden Fällen sofort an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.
  5. Bilder und Videos, die ohne Erlaubnis des darin Gezeigten veröffentlicht werden, sollten immer wieder gelöscht werden. Die Löschung kann über den Netzwerk-Betreiber vorgenommen werden. Auch sog. Fake-Profile (die andere im Namen des Betroffenen erstellt haben) können ebenfalls aus dem Netzwerk entfernt werden.
  6. Geben Sie möglichst wenig von sich im Internet preis. Geben Sie in Profilen von Sozialen Netzwerken niemals die vollständige Adresse oder die Handynummer an.
  7. Stellen Sie möglichst wenige Bilder und Videos von sich selbst ins eigene Profil ein. Geben Sie ihren Privatbereich nicht für jedermann frei. Prüfen Sie stattdessen jede Freundschaftsanfrage. Grundsätzlich sollten Sie nur Ihrem engsten Freundeskreis diesen Bereich zugänglich machen. Diese Vorsichtsmaßnahmen schützen Sie beispielsweise auch vor Phishing-Attacken oder Schadsoftware.

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie auf unseren Veranstaltungen oder auf jeder Polizeidienststelle

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