Illegale Graffiti sind ein teures Vergnügen

Vollgeschmierte Hauswände, Straßenschilder, Zugwaggons: ein mittlerweile alltägliches Bild in vielen deutschen Städten. Auf rund 210 Millionen Euro summieren sich die alljährlich durch illegale Graffiti verursachten Kosten, so das Ergebnis einer Studie des Deutschen Städtetages. Die meist jugendlichen Sprayer sind sich über die rechtlichen und finanziellen Konsequenzen ihres verbotenen Hobbys oft nicht im Klaren. Fakt ist:

  • illegale Graffiti sind Sachbeschädigungen,
  • der Verursacher macht sich schadenersatzpflichtig,
  • und wird strafrechtlich verfolgt.

Wer mit 16 Jahren beim illegalen Sprayen erwischt wird, läuft Gefahr, bis zu seinem 46. Lebensjahr für den von ihm verursachten Schaden zu Kasse gebeten zu werden. Denn solange gelten die zivilrechtlichen Ansprüche des Geschädigten gegenüber dem Täter. Wird nur ein einzelner Täter aus einer Gruppe von Sprayern überführt, haftet er zudem für den gesamten Schaden.

 Tipps für Jugendliche:

 Illegale Graffiti bleiben ein teures Vergnügen. Der oder die Sprayer machen sich nicht nur strafbar, sondern verantworten schnell einen Schaden von mehreren tausend Euro. Wer beim illegalen sprayen erwischt wird, macht sich in jedem Fall strafbar:

Rechtliche Konsequenzen.

In nicht öffentlichen Verfahren drohen Jugendlichen Tatverdächtigen (14 bis 21 Jahre alt) nach dem Jugendgerichtsgesetz folgende Strafen:

  • Erziehungsmaßregeln (§ 9 JGG) in Form von Weisungen (Gebote und Verbote) oder Erziehungshilfen (Erziehungsbeistand).
  • Zuchtmittel (§ 13 JGG) durch Verwarnungen, Auflagen, (Wiedergutmachung).
  • Arbeitsauflagen, Geldspende oder Jugend- und Freizeit- bzw. Dauerarrest (insgesamt bis 4 Wochen).
  • Jugendstrafe (§ 17 JGG) in der Jugendstrafanstalt (sechs Monate bis fünf Jahre).
  • Kinder (also unter 14-Jährige) gehen straffrei aus (Rückschluss von § 1 JGG).

Weitere Informationen erhalten Sie bei jeder Polizeidienststelle, auf unseren Veranstaltungen oder unter: Homepage: buergerfuersicherheit-roedermark.de oder Facebook: Bürger für Sicherheit in Rödermark.

 

 

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